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Diese Tücken erwarten alle Autofahrer im Herbst auf deutschen Straßen

Tiefstehende Sonne, leuchtendes Laub, rasantes Licht-Schatten-Spiel. Wer jetzt auf Landstraßen unterwegs ist, erlebt den Herbst in seiner ganzen Farbenpracht. Für Autofahrer birgt die Idylle allerdings Tücken. Mähdrescher, Traktoren, Häcksler und Rübenroder ziehen mit Überbreiten und -längen ihre Runden – oft auch mal auf der Straße.

Ulrich Köster vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rät zur Vorsicht: „Zu den Ernte-Giganten kommen noch die Wetterkapriolen im Herbst: Nebel, Regen, erste Nachtfröste.

Raserei ist hier genauso gefährlich wie riskantes Überholen und Ausweichen.“ Diese Risiken sollten Autofahrer kennen und beherrschen.

Erntefahrzeuge mit Überbreiten

Wenn sich Autos und Motorräder die Straße mit Erntefahrzeugen teilen, trifft klein auf groß, kurz auf lang, schnell auf langsam. Ganz klar, wer da bei einer Kollision den Kürzeren zieht.

Die Kolosse mit ihrer Überbreite von bis zu drei Metern und mehr ragen tief in die Gegenfahrbahn und schwenken beim Ein- und Abbiegen weit aus.

Oft ist der Richtungswechsel auch unklar, weil die Leuchten von der Feldarbeit verdreckt oder defekt sind.

Köster rät, langsam und mit großem Sicherheitsabstand hinter den Giganten herzuzuckeln. Jedes Überholmanöver kann schnell im Gegenverkehr enden.

Das gilt besonders nach Kurven und Kuppen. Zur Beruhigung: So unverhofft, wie die Übergrößen auf die Straße eingebogen sind, verschwinden sie auch wieder aufs Feld.

Kommen die Dickschiffe auf der Straße entgegen, hilft oft nur eins – rechts ranfahren und stehenbleiben, bis die Kolonne vorbeigezogen ist.

Denn Gefahr droht dann auch von rasant Überholenden auf der Gegenfahrbahn.

Verschmutzte, rutschige Fahrbahn

Das sogenannte Bauernglatteis entsteht, wenn die Erntemaschinen Erde vom Feld auf nasse Straßen bringen. Fällt dann noch feuchtes Laub oder Erntegut drauf, ist die Rutschbahn perfekt.

Die Schmiere hält sich besonders hartnäckig auf schattigen Fahrbahnen. Oder aber Pflüge & Co. wirbeln staubtrockenen Sand auf die Straße und sorgen dort für den Blindflug der Autofahrer.

Die Regel hier: runter vom Gas, Abstand halten und bremsbereit fahren.

Wetter mit Kapriolen

Gerade noch schien die Sonne, schon drücken Herbststürme die Fahrzeuge gefährlich von der Straße oder auf die Gegenfahrbahn. Äste wirbeln umher, Raureif droht im Wald oder auf Brücken.

Gefährlich wird die Reise auch, wenn Herbstnebel die Sicht verschleiern. Sinkt sie unter 50 Meter, sollten Abblendlicht und Nebelschlusslampe leuchten. Dann sind auch maximal nur Tempo 50 erlaubt.

Durchsicht bringen saubere Scheiben, funktionierende Beleuchtung und eine korrekte Scheinwerfereinstellung. Letztere übernehmen die Kfz-Betriebe mit dem Licht-Test im Oktober.

Quelle: ProMotor ZDK
Bildquelle: knipseline  / pixelio.de

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